Samstag, Februar 23, 2008

Lernerfahrungen zum Dritten

Hab ja vor kurzem von meinem Romantic-Dinner mit Ms. Schuman berichtet. Ich hoffe, die Tränen in Euren Augen über soviel Pech sind mittlerweile getrocknet. Hej, bin ein starker Charakter, das haut mich nicht um.

Weniger Verständnis hatte meine Fleischereifachverkäuferin Sandra, der ich meine Kochversuche kleinlaut beichtete. Insgeheim hatte ich ein mitleidiges: „Und sie ist nicht mit Dir ins Bett gehopst? Schande über die Frau. Die gute Absicht zählt allein. Mein Held wärst Du für alle Zeiten“, gehofft. Pustekuchen. Apropos Pustekuchen, weiß jemand woher dieses Wort stammt? Bedeutet ja so was wie „von wegen“ oder „Arschlecken 3,50“, wie die Unterschicht des Ruhrpotts zu sagen pflegt. Dies lässt sich für mich jedoch nicht mit dem Bild eines Pustekuchens verbinden. Sahnetorte, die bei leisestem Lufthauch sich in ihre Bestandteile (analog zum Vetter Pusteblume) auflöst? Da komm ich nicht weiter, daher zurück in die Dülmener Fleischerei Violka.

Ich blicke Sandra mit treuem Hundeblick in die blauen Augen. Verständnis erblickte ich da nicht. Hej, hab doch alles richtig gemacht. Mir wurde schweres Unrecht zu Teil. Doch wie bereits gesagt: Blasetorte.

„Das arme Fleisch!“, stöhnte die Fleischfachfrau. „Das kannst Du doch nicht zwanzig Minuten braten! Nee, das weiß doch jede Hausfrau. Daran bist Du selber Schuld.“
Ich verkniff mir anzumerken, dass ich ebenso wenig Hausfrau wie sie Traumfrau sei. Hätte ja auch nicht gestimmt, Sandra ist schon ne Nette. Aber beleidigt war ich schon. Ich werd mich bei romantischen Einladungen in Zukunft doch wieder auf die Maitres von Monsieur de Mac Donalde verlassen. Pustekuchen, das haben die Weiber davon.

Read me again next week.


Währenddessen könnt Ihr in meinen Biographien schmökern

Schwein gehabt
Die Sau ist tot

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