Dienstag, Februar 12, 2008

Animal Forensic

Die Animal Forensics umfasst die Untersuchung tierischer Spuren, die zu einem Nachweis einer Verbindung zwischen Opfer und Täter führen können. Im weiteren Sinne ist es die Auswertung aller tierischer Spuren bei Verbrechen, bei denen Tiere beteiligt sind.

Diese Spuren können: Blut, Speichel, Federn, Haut, Haare, Kot, Urin sowie jede Art von Gewebetypen sein.

Als erstes müssen Sie die sichergestellten Beweise einer bestimmten Art zuordnen. Möglicherweise müssen Sie die Todesursache bestimmen. Anschließend stellen Sie eine Dreiecksbeziehung (trianguläre Verbindung) zwischen Täter, Opfer und Tatort her.

Als Beispiel sei die Haaranalyse näher erläutert. Bei der Haaranalyse können Sie auf die Morphologie, die Mikroskopie und die Histologie zurückgreifen. Beachten Sie dabei von welchem Teil des Fells die Haare stammen, welcher Typ Haar, welcher Zustand und welche Länge die Proben haben. Sofern Sie nicht in einem sehr kleinen abgeschlossenen Gebiet arbeiten und gleichzeitig die Möglichkeit haben, eine große Probensammlung aufzubauen sollten Sie die Proben an ein prof. Labor geben. Dies gilt noch in viel größerem Maße für Speichel, Sperma oder Blutproben.

Wann ist die Animal Forensics für einen Privatdetektiv überhaupt interessant? Viele Menschen besitzen Haustiere. Auf den Kleidungsstücken und in den Wagen ihrer Besitzer befinden sich ihre Haare. Lässt der Täter am Tatort solche Spuren zurück, kann man ihn mit dem Opfer und dem Tatort in Verbindung bringen. Außerdem können Sie anhand der Insekten den Todeszeitpunkt feststellen (Sie haben bestimmt doch auch schon CSI und Grissoms Insektensammlung gesehen, aber dazu später mehr). Oder Sie sind in der Lage das Alter von Lebensmitteln festzustellen. Zu guter Letzt sollten Sie erkennen können, ob ein Mensch oder ein Tier der Täter war.

Und läuft und läuft und ...

Ein Ermittler ist durchtrainiert, sehnig, muskulös. Die 10 Kilometer läuft er in standesgemäßen 35 Minuten. Das ist eine leichte Übung für ihn. Schließlich trainiert er seit Jahren unermüdlich, um fit zu bleiben, blitzschnell zu reagieren und potenziellen Tätern pfeilschnell folgen zu können.

Leider hab ich wohl zu lange ausschließlich Döner-Wettessen trainiert. Nicht gut fürs Profi-Detektivs-Image. Denn meine Kunden auch visuell veranlagt. Neulich sagte doch glatt einer stirnrunzelnd: „Nannen, bist aber gut im Futter. Da kann ich doch gleich unsern Dorfpolizisten engagieren.“ Ich komm mir schon fast vor wie ein Modell (ja buchstäblich wie ein Häschen), das ab sofort nur noch Möhrchen und Gürkchen futtert und erst wieder auf den Laufsteg geschickt wird, wenn die Maße wieder stimmen.

Okay, es musste also notgedrungen was passieren. Döner- und Currywurstbuden steuerte ich erstmal nicht mehr an. Ich hatte ich eh grad satt. Dafür schnürte ich jetzt meine Laufschuhe. Wär doch gelacht. „In ein paar Wochen bin ich fit wie Dieter Baumann, nur dass meine Zahnpasta keine verdächtigen Substanzen enthält,“ dachte ich, bevor ich loslief... Ich war sehr froh, dass ich für meinen ersten Dauerlauf einen einsamen Feldweg gewählt hatte. Binnen zwei Minuten war ich rot wie ein Puter, mein T-Shirt war klatschnass, ich musste mich eine ganze Zeitlang erholen, bis mein Puls wieder bei schätzungsweise 160 angelangt war. Fühlte mich wie kurz vor Herzinfarkt. Holla, die Waldfee. Oder besser gesagt: Pustekuchen. Denn aus der Puste war ich echt.

Und jetzt mach ich wirklich Dieter Baumann nach und hab mich in seinem Lauftrainer schlau gelesen. Jetzt lauf ich weiter auf dem einsamen Feldweg (Kapuze übern Kopf gezogen, damit mich niemand entdeckt) und taste mich ganz langsam voran. Eine Minute Laufen, eine Minute Gehen im Wechsel. Und in einem Viertel Jahr wird ich wohl 30 Minuten durchlaufen können. Und dann Gnade Euch Gott, Ihr pommesfressenden Tatverdächtigen!

Maria Furtwänglers Dekolleté

Eine schöne Ansicht. Viel zu selten zu sehen leider. Also, wenn ich Kameramann beim Tatort wär, ich wird öfters direkt da drauf halten. Was Besseres zu sehen gibt´s da eh nicht, von der Handlung mal ganz zu schweigen. Wenn´s denn ein Tatort sein muss, dann kommt mir nur einer mit Maria Furtwängler als Kommissarin auf die Mattscheibe. Und dann würd ich am liebsten nicht davor sitzen bleiben, sondern wär gern in ihrem Ermittlerteam.

„Dieter, hol den Wagen vor.“ Von der würde ich mich glatt kommandieren lassen. Leider haben die öffentlich-rechtlichen meine schauspielerischen Qualitäten noch nicht erkannt. Ich würd mich glatt von Fleck weg engagieren. Dumm nur, dass in meinem Kuhkaff nicht so viele Gesichtsfahnder unterwegs sind....

Ja, und außerdem: Die Zahlen sprechen auch dafür. Die Tatorte mit Maria haben die höchsten Einschaltquoten. Leute, doch nicht wegen der Story. Wir wollen Marias Titten sehn!!! Ansonsten hat doch jeder Tatort nicht viel zu bieten außer trockener, hölzerner biederer Ermittler-Arbeit. Und Ironie-Resistenz. Lachen verboten! Grabesmine aufsetzen. Ich find, die könnten sich mal ne Scheibe von mir und meiner Coolness, meinen Sprüchen abschneiden. Ein Tatort mit mir – und die Menschen in Deutschlands Straßenbahnen blickten am Montag Morgen danach auf dem Weg zur Arbeit bestimmt viel fröhlicher drein.

Delete Detektive

Jeder von uns hat sie. Die peinlichen Momente in der Vergangenheit. Die Fotos aus der achten Klasse. Die Tagebücher. Heute sind sie nur viel öffentlicher als früher. Wenn wir im Internet unseren Namen eingeben finden wir duzende ja oft hunderte von Einträgen. Unsere Website, unser Lebenslauf... super. Aber wer will seinem zukünftigen Arbeitgeber schon seine sämtlichen Blogergüsse präsentieren inklusive Sauf- und Sexerlebnissen und das Lästern über den letzten Chef. Wie oft wünschen wir uns, wir hätten den Amazonverris, den Kommentar bei einem Blog oder die Kritik bei Ciao nicht geschrieben. Den Websites und Server speichern unsere Ergüsse unsere Meinungen unsere Fantasien und Wünsche lange über den Zeitpunkt ihrer Erfüllung hinaus.

Die Firma Reputationdefender aus Kentucky sind eine moderne Detektei. Sie findet und löscht unsere früheren Sünden aus dem kollektiven Gedächtnis des WWW. Für 30 Dollar checken sie die öffentliche Identität ihrer Kunden im Internet. Und bereinigen sie.

Junggesellenabschiede

War gestern mit Karin im CentrO Oberhausen. Kapitalistische Flaniermeile würde ein Kommunist sagen. Laufsteg der Hässlichkeit ist meine Bezeichnung als Ästheth.

Sind diese Leggins, in die überdimensionierte Hinterteile gepresst werden, wirklich in? Oder MInipli? Freundinnen tragen dieselben Klamotten? Ist mir alles zu uniform. Karin ist ja auch wenig geschmacksallergisch, aber immerhin ist ihr Outfit einzigartig geschmacklos.

Was ich besonders widerwärtig fand: Es fand gerade ein Wandertag der Junggesellenabschiede inkl. weiblichen Pendants statt. Früher war das so: Wir haben uns, wenn Kumpels die Freiheit gegen ein langweiliges Eheleben eingetauscht haben, ordentlich einen hinter die Binde gegossen bzw. genossen. Nüchtern war das Narrenspiel - ehrlich gesagt - auch nicht auszuhalten.

Die Trullas und Deppen heute allerdings waren komplett nüchtern. Hey? Wie kann ich jemanden einen Schnapps verkaufen, wenn ich zwar per se gehirnamputiert aber nüchterner als ein AA bin? Ist so wie in der Hypnose, einem meiner Steckenpferdchen: Willst du jemanden in Trance versetzen, geh zuerst selber in Trance. Hat doch was für dich, wa?

Wir haben jedenfalls keinem dieser humanen Supergaus eine Spritze (sic!) mit rotem Ekelzeug abgekauft, damit die dröge Gesellschaft sich en Wässerchen leisten kann. Wir sind straight auf Chai Tee und Latte umgestiegen und haben uns gegen 1 Uhr wieder auf den Heimweg Richtung Dülmen gemacht. Ernüchterndes Erlebnis, das ich mit Euch teilen wollte.

Namaste Euer Dieter Nannen

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