Nach Hannover im letzten Jahr geht die Reise des Dorf-Schnüfflers Nannen dieses Jahr weiter Richtung Osten.
Wir freuen uns, Die Sau ist tot im Möbelhaus Lebensart - Kreatives Wohnen, Ahornstr. 4, Berlin, am 21.04. 19 Uhr präsentieren zu dürfen.
Wir sind in diesem Fall meine Partnerin Stephanie Ristig und ich, da Martin, mein Co-Autor und alter Bühnengefährte leider verhindert ist.
Wir würden uns freuen, neue und alte Freunde bei diesem großen Schritt auf dem Erfolgsweg unseres Dorfdesperados begrüßen zu können.
Andere Termine könnt Ihr der Rubrik Termine entnehmen.
Liebe Grüsse Michael
Böse Stimmen bezeichnen ihn als Mischung aus Mario Barth und Mr. Bean. Mit Recht. Homepage:www.rockdasdorf.de
Dienstag, März 20, 2007
Dienstag, Januar 16, 2007
Die Sau ist tot
Der neue Nannen "Die Sau ist tot" kann jetzt bestellt werden.
Ein witziges Buch jenseits politischer Korrektheit, das u.a. von schizophrenen Schäfern, Zuhältern aller Coleur, Duisburger High-Society und einer führungslosen Schafherde bevölkert wird. Viel Spass.
Ein witziges Buch jenseits politischer Korrektheit, das u.a. von schizophrenen Schäfern, Zuhältern aller Coleur, Duisburger High-Society und einer führungslosen Schafherde bevölkert wird. Viel Spass.
Mittwoch, Oktober 18, 2006
Hilfe - ich werd diskriminiert
Hätte nie gedacht, mich einmal als Diskriminierungsopfer zu fuehlen. Jetzt fragt sich sicherlich der informierte Leser: Bist du farbig geworden, oder zum Islam uebergetreten und überhaupt, wer wagt es, dich zu diskriminieren? Gibt doch jetzt sogar ein Gesetz dagegen.
Meinen Opponenten stoert das nicht. Die deutsche Bahn gibt nämlich an die Partner von Inhabern einer Bahncard 100, die 300 Oecken im Monat kostet kostenlos eine Bahncard 25 aus. Geile Sache, wa?
Da Steffi in Besitz eines solchen Luxusteils ist, dachte sie: Tu meinem Freund was Gutes und lasse ihn eine 25er-Karte zukommen, so dass die Hannover-Besuche nicht so ins Geld gehen.
Also dackelten wir am letzten Sonntag frohgemut in den Service-Center der Deutschen Bahn. "Oh, Sie haben eine Bahncard 100", wurde meine Liebste hofiert. "Nein, kein Problem, Ihrem Partner steht eine Bahncard 25 zu." Unsere Endorphine quollen bis ueber die Haarspitzen hinaus.
Die freundliche Hoeflichkeit der Bahnangestellten broeckelte, als wir unsere Ausweise vorlegten. "Nein, so geht das nicht. Sie muessen in einem Haushalt wohnen, um die Bahncard 25 beantragen zu koennen." "Hä?", fragten wir unisono. "Wer will uns das vorschreiben?" "Sie duerfen natuerlich in getrennten Haushalten wohnen; dann gibts aber keine Bancard 25", eiste die Dame im blauen Overall zurueck.
"Moment", formte sich mein Gesicht zu einem verzweifelten Fragezeichen. "Wo liegt der Unterschied zwischen einem im selben Haushalt und einem woanders lebenden Freund?" - "Getrennter Haushalt, keine Bahncard", echote unser Gegenueber fast kafkaesk. "Ausserdem", triumphierte sie "Muss mindestens ein GEMEINSAMES Kind im gemeinsamen Haushalt leben. Bitte fuegen Sie saemtliche Kindergeldbescheide Ihrem Antrag bei."
"Wollen Sie auch einen Vaterschaftsnachweis?", sueffisantete Steffi mit nur marginal zornesgeroetetem Antlitz. "Na, besser waers, damit ihr Antrag rasch durchgeht", entgegenete der Funktionstraeger der DB humorlos.
Mittlerweile waren wir beide ein wenig aggressiv: "Hoeren Sie zu. Wir gedenken zusammenzuziehen, fuer immer zusammenzubleiben und unzaehlige Kinder zusammen zu haben. Aber die Bahncard wollen wir jetzt. Partner ist Partner, egal wo er wohnt!"
"Kein gemeinsamer Haushalt - keine Bahncard", langweilte sich die Schaltertrulla und blicke etwas genervt auf den Kunden hinter uns.
Ich dachte in diesem Moment, wenn nicht meinen Bahncardwunsch, so zumindest meine primitiven Rachegelueste zu befriedigen, und hatte schon den Regenschirm erhoben, doch hielt mich Steffi am Arm fest.
Nun werden wir in Kuerze in Gesellschaft eines Bildzeitungsreporters heiraten und werden die Bahn anprangern, die uns zu dieser etwas verfruehten Eheschließung durch ihre diskriminierende Preispolitik gezwungen hat. Oder wir fahren nie mehr Bahn, sondern nur noch Taxi. Nee, irgendwie ist mir dieses Staatsunternehmen nicht sympathisch. Ob tuerkische Fahrgaeste mehr zahlen muessen als albanische? Na, vielleicht entscheidet da auch die Kinderzahl.
Namaste Michael
Meinen Opponenten stoert das nicht. Die deutsche Bahn gibt nämlich an die Partner von Inhabern einer Bahncard 100, die 300 Oecken im Monat kostet kostenlos eine Bahncard 25 aus. Geile Sache, wa?
Da Steffi in Besitz eines solchen Luxusteils ist, dachte sie: Tu meinem Freund was Gutes und lasse ihn eine 25er-Karte zukommen, so dass die Hannover-Besuche nicht so ins Geld gehen.
Also dackelten wir am letzten Sonntag frohgemut in den Service-Center der Deutschen Bahn. "Oh, Sie haben eine Bahncard 100", wurde meine Liebste hofiert. "Nein, kein Problem, Ihrem Partner steht eine Bahncard 25 zu." Unsere Endorphine quollen bis ueber die Haarspitzen hinaus.
Die freundliche Hoeflichkeit der Bahnangestellten broeckelte, als wir unsere Ausweise vorlegten. "Nein, so geht das nicht. Sie muessen in einem Haushalt wohnen, um die Bahncard 25 beantragen zu koennen." "Hä?", fragten wir unisono. "Wer will uns das vorschreiben?" "Sie duerfen natuerlich in getrennten Haushalten wohnen; dann gibts aber keine Bancard 25", eiste die Dame im blauen Overall zurueck.
"Moment", formte sich mein Gesicht zu einem verzweifelten Fragezeichen. "Wo liegt der Unterschied zwischen einem im selben Haushalt und einem woanders lebenden Freund?" - "Getrennter Haushalt, keine Bahncard", echote unser Gegenueber fast kafkaesk. "Ausserdem", triumphierte sie "Muss mindestens ein GEMEINSAMES Kind im gemeinsamen Haushalt leben. Bitte fuegen Sie saemtliche Kindergeldbescheide Ihrem Antrag bei."
"Wollen Sie auch einen Vaterschaftsnachweis?", sueffisantete Steffi mit nur marginal zornesgeroetetem Antlitz. "Na, besser waers, damit ihr Antrag rasch durchgeht", entgegenete der Funktionstraeger der DB humorlos.
Mittlerweile waren wir beide ein wenig aggressiv: "Hoeren Sie zu. Wir gedenken zusammenzuziehen, fuer immer zusammenzubleiben und unzaehlige Kinder zusammen zu haben. Aber die Bahncard wollen wir jetzt. Partner ist Partner, egal wo er wohnt!"
"Kein gemeinsamer Haushalt - keine Bahncard", langweilte sich die Schaltertrulla und blicke etwas genervt auf den Kunden hinter uns.
Ich dachte in diesem Moment, wenn nicht meinen Bahncardwunsch, so zumindest meine primitiven Rachegelueste zu befriedigen, und hatte schon den Regenschirm erhoben, doch hielt mich Steffi am Arm fest.
Nun werden wir in Kuerze in Gesellschaft eines Bildzeitungsreporters heiraten und werden die Bahn anprangern, die uns zu dieser etwas verfruehten Eheschließung durch ihre diskriminierende Preispolitik gezwungen hat. Oder wir fahren nie mehr Bahn, sondern nur noch Taxi. Nee, irgendwie ist mir dieses Staatsunternehmen nicht sympathisch. Ob tuerkische Fahrgaeste mehr zahlen muessen als albanische? Na, vielleicht entscheidet da auch die Kinderzahl.
Namaste Michael
Dienstag, Oktober 10, 2006
Eine uralte Kunst
Am Samstag weilten meine Zauberfee und ich einem Genuss allererster Guete bei. Einem Maerchenerzaehlabend in der Markuskirche in Hannover.
Das Erzaehlen von Geschichten ist ja eine uralte Tradition, scheint aber im Medienzeitalter in Vergessenheit geraten zu sein. Wie kunstvoll und unterhaltsam reines Erzaehlen sein kann, durften wir erleben.
Durch Mimik, Gestik und semantische Dichte wurden wir in die bunte Sagenwelt vergangener Zeiten reingebeamt und erlebten zwei Stunden glueckseliger Selbstvergessenheit.
Wer an einem guten Workshop zum Erzaehlen von Geschichten interessiert ist, moege sich Chris Mulzers Charisma Workshop zu Gemuete fuehren. Es lohnt sich wirklich und fasziniert zumindest mich mehr als der Freitagabendkrimi im ZDF.
Eine Maerchenerzaehlerausbildung wuerde mich auch reizen. Mal schauen, ob es so etwas auch im prosaischen Ruhrgebiet gibt.
Wer die Chance hat, sich von einem Erzaehlabend verzaubern zu lassen, sollte sich ins Reich der Gnome, Zauberer und unvorstellbar schönen Prinzessinen vom magischen Atem reinwehen lassen.
Das Erzaehlen von Geschichten ist ja eine uralte Tradition, scheint aber im Medienzeitalter in Vergessenheit geraten zu sein. Wie kunstvoll und unterhaltsam reines Erzaehlen sein kann, durften wir erleben.
Durch Mimik, Gestik und semantische Dichte wurden wir in die bunte Sagenwelt vergangener Zeiten reingebeamt und erlebten zwei Stunden glueckseliger Selbstvergessenheit.
Wer an einem guten Workshop zum Erzaehlen von Geschichten interessiert ist, moege sich Chris Mulzers Charisma Workshop zu Gemuete fuehren. Es lohnt sich wirklich und fasziniert zumindest mich mehr als der Freitagabendkrimi im ZDF.
Eine Maerchenerzaehlerausbildung wuerde mich auch reizen. Mal schauen, ob es so etwas auch im prosaischen Ruhrgebiet gibt.
Wer die Chance hat, sich von einem Erzaehlabend verzaubern zu lassen, sollte sich ins Reich der Gnome, Zauberer und unvorstellbar schönen Prinzessinen vom magischen Atem reinwehen lassen.
Donnerstag, Oktober 05, 2006
Salonmadame
Die kommende Bestseller-Autorin Felicitas Wille, ein absoluter Geheimtipp auf diverse Buchpreise, bloggt jetzt auch. Koennte tausende toller Sachen von dieser fantastischen Autorin und Frau erzaehlen, aber macht euch selbst ein Bild und fuehlt euch wohl auf ihrer Seite.
Alles Liebe Michael
Alles Liebe Michael
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