Freitag, Januar 20, 2006

Der Wert von Titeln

Ich muss meine leichte Enttaeuschung gestehen, dass der Deutsche Krimipreis an uns vorbeigesegelt ist. Okay, bei der Vielzahl von Bewerbern und unserem lockeren Schreibstil haetten wir es erwarten koennen. Andererseits hat Joerg Juretzka diesen marketingtechnisch wertvollen, monetaer mit Gotteslohn entlohnten Titel bereits zweimal eingeheimst (wenn ich mich recht entsinne). Und der ist auch nicht gerade Mainstream.

Doch was sind solche Praedikate ueberhaupt wert? Die Anwort veraetzte mir die Zunge, als ich Doc Oettkers Kuchen des Jahres "Malaga" genoss und mir beim zweiten Bissen uebel wurde. Titel jeglicher Art sind m.E. hauptsaechlich Marketinginstrumente, die per se wenig ueber die Qualitaet der Gewinner und Verlierer aussagen. Reine Geschmackssache wie fast alles im Leben. Allerdings habe ich es mir verkniffen die Verlierer der Kuchenwahl auszuprobieren, denn wenn mir schon vom winner-cake schlecht wird...

Man kann sich auch selber wohlklingende Titel zuschustern. Man gruende eine Stiftung, gebe die Ausschreibung des Preises an alle Presseagenturen heraus und veranstalte eine ruaschende Preisverleihung. Dann könnten wir auf unsere Bücher schreiben: Michael Bresser & Martin Springenberg, Träger des internationelen Krimiinnovationspreises. Und die Leute wuerden uns die Buecher aus den Haenden reissen. Wuerde ich eine hohe Summe drauf wetten.:-)

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