Böse Stimmen bezeichnen ihn als Mischung aus Mario Barth und Mr. Bean. Mit Recht. Homepage:www.rockdasdorf.de
Sonntag, Mai 13, 2012
Pickup in Deutschland. Mein Testimonial in Dr. Love und die schüchterne Forelle
Dr. Love:
"Erfolg bei Frauen beruht auf unerschütterlichem Selbstbewusstsein und Angstfreiheit. Dies vermittele ich Euch, Buddies. Vergesst Ross Jeffries oder Neil Strauss. Schmeist Flirtseminare in den Abfall. Meine Methode ist ein Quantensprung zu Euren Traumfrauen. Ich habe aus Timo einen neuen Menschen gemacht. Braucht es einen besseren Beweis. See ya."
Sonntag, April 08, 2012
Joachim Seidel: Erdbeerschorsch - Ein rasanter Roman für Junggebliebene


Joachim Seidel hat wieder die Schreibmaschine auf Anschlag gedreht und den Nachfolgeroman von Himbeertoni in die Tasten gerockt. Magisch wie Muff Potter, rotzig wie die Ramones, mitreißend wie Motörhead.
Alt-Punk Anton Hornig befindet sich nach der Geburt seiner Zwillinge auf dem Weg in ein geordnetes Leben zwischen Babysitten, Ikea und Familienurlaub. Als er seine Beziehung mit der Mutter seiner Kinder Ada festigen will und ihr einen Heiratsantrag macht, erlebt er eine unangenehme Überraschung: Sie kann ihn nicht heiraten. Als Begründung schlägt ihm nur vielsagendes Schweigen entgegen.
Diese Absage trifft Toni ins Mark und setzt eine Reihe skurriler Ereignisse in Gang, die Himbeertonis Leben durcheinanderwirbeln. Missglückter Sylt-Urlaub, Verkauf seiner heißgeliebten Barmbecker Butze durch eine Immobiliengesellschaft, Abschiebung seines Freundes Radulesco in den Kosovo, Wasserschaden am Haus und sein alter Bandkollege Papa Punk, der sich jetzt Erdbeer-Schorsch nennt, taucht wieder auf. Und der hat einen Haufen unbezahlter Rechnungen offen, die er bei Toni und seinen Freunden einfordert. Toni stellt sich den Herausforderungen mit viel Chuzpe und unkonventionellen Lösungen. Gegen Ende erfährt er auch, warum ihn Ada nicht heiraten will. Nimmt Tonis Geschichte doch ein Happy-End?
In diesem kunterbunten Buch voll herrlicher Situationskomik jagt ein Lacher den nächsten. Stilgerecht genießt Mensch diesen erfrischenden Roman mit einer Knolle Astra am Elbufer und lässt „Summer in the city“ aus dem Ghettoblaster dröhnen. Das Buch macht aber auch ohne diese Accessoires jede Menge Spaß. Ich freue mich auf Joachim Seidels nächsten Roman. Keep the spirit alive.
Sonntag, April 01, 2012
Westfälisch by nature
Dieter Nannen chattete mich an. Er quatscht im Netz unter dem Pseudonym Schnappatmung. Mensch kann sich sein Leben auch selber schwer machen.
DN: Was macht mein Autor eigentlich? Schon lange nichts mehr von Dir gehört. :-(
MB: Arbeiten, was sonst. Die letzten Ergüsse über Dein Leben liegen bei unserem Agenten.
DN: Agent? Ich glaube, Du bist ein fauler Sack. Meine Vita ist so interessant, dass euch die Verlage die Skripte aus den Händen reißen müssten.
MB: Fauler Sack ist ein wenig hat. Okay, ein wenig faul. Aber bisher wollte kein Verleger deine letzten beiden Abenteuer. Kann ich auch nicht verstehen. :-( Aber vielleicht solltest du ein Bühnenprogramm wie Mario Barth auf die Beine stellen. Das verkauft sich besser als Bücher. blol
DN: Was heißt blol?
MB: Bitter laugh out loud, habe ich selber kreiert.
DN: Keine Lust, schließlich habe ich einen vernünftigen Beruf. Im Gegensatz zu Dir. Du solltest wenigestens Dich mehr in sozialen Netzwerken tummeln. Facebook, Blog, Twitter und dieser Kram. Das haben sie mir auf einer Marketingveranstaltung der IHK Dülmen verraten.
MB: Mach ich doch, habe nur wenig Zeit.
DN: Laber nicht, das sind doch alles Ausreden. Schreib doch mal was Privates über Dich. Das wollen die Leute lesen, um mit Dir eine Verbindung auszubauen.
MB: Privates? Glaube ich nicht, Autoren führen ein selten langweiliges Leben.
DN: Bettina Wulff schreibt Ihre Memoiren, das wird ein Millionenprojekt. Orientier Dich an den Erfolgreichen, mein schmaler Freund.
MB: Maschi und Groenewald laden mich nicht ein. Hab' also nichts zu berichten.
DN: Du lebst doch jetzt in Hannover, oder. Wenn du dich etwas clever anstellst, ergibt sich was. Du solltest mehr unter die Leute gehen.
MB: Du, mein Facebook-Akku ist bald leer. Hast du noch was Wichtiges?
DN: Und privat?
MB: Gestern hatte ich Ausgang. War beim Halbfinale der UBC-Tigers gegen Vechta, Basketball 3. Liga.
DN: Mit Deinem Sohn?
MB: Nee, der hat sich gefreut, dass er sich mit meiner Frau ohne mich einen "gemütlichen Abend" machen durfte.
DN: Wie ist der denn drauf? Ich hätte meinen Alten auf Knien angefleht, mitkommen zu dürfen.
MB: Er wächst in Norddeutschland auf, die sind anders drauf als wir Westfalen. Er hat sich ein Video vom Titanic-Untergang angesehen und eine Flasche Mezzo-Mix getrunken. Die haben es hier lieber entspannt. Und ich muss sagen, das hat was für sich. Aber zum Fußballschauen in die Kneipe kommt er doch mit.
DN: Ist er 96-Fan?
MB: Da bringen wir ihn noch hin. RWE wird hier leider nicht gezeigt. Momentan freut er sich auf Currywurst mit Pommes und Malzbier.
DN: Kinder, die Currywurst mögen, werden brauchbare Erwachsene. Die kommt schließlich aus dem Pott.
MB: Aus Berlin, oder.
DN: Legenbildung. Die beste Currywurst der Welt gibt es in Wattenscheid beim Profi-Grill. Egal, woher die Phosphatschläuche kommen: Einmal Westfale, immer Westfale. :-)
MB: Genug geschnackt. Mein neuer Roman wartet auf mich.
Sonntag, März 25, 2012
Carla Berling: Vom Kämpfen und Schreiben
Viele Autorenkarrieren gleichen einer Berg- und Talbahn, wobei die Aufenthalte im Tal überwiegen. Carla Berling startete ihre Autorenkarriere aus dem Nichts. Sie hatte keine Schreiberfahrung, keinen Plan, keine unterstützenden Kontakte. Nur den Wunsch, Autorin zu sein und jede Menge Durchhaltevermögen.In diesem Buch beschreibt sie ihren Weg, ihre Lernerfahrungen mit ihren Texten und den Menschen im Literaturbussiness. Ihr Handwerk hat sie gelernt, denn diese Autobiographie fesselt von der ersten bis zur letzten Seite. Viele Erlebnisse kann ich gut aus eigener Erfahrung nachvollziehen: Klugschnacker, die dem Autor den Mond in den Händen versprechen und dies am nächsten Tag vergessen haben; sich selbst beweihräuchernde Verbandsmitglieder, denen das Wort "Elite" auf die Stirn tätowiert wurde. Verlage, die Menschen mit dem Wunsch der Veröffentlichung nach Strich und Faden ausrauben.
Carla Berlings Durchhaltevermögen berührt und ermutigt. Durch die allgegenwärtige Selbstironie schenkte mir das Buch ein unterhaltsames und spannendes Lesevergnügen. Ich wünsche mir für Carla Berling und ihre Werke ein Happy End.
Freitag, Februar 17, 2012
Niedertracht in Niedersachen

Frisch erschienen:
Kurzbeschreibung
Hans-Jürgen Alberts, Richard Birkefeld, Michael Bresser, Bodo Dringenberg, Angela Eßer, Marcel Feige, Christane Franke, Nina George, Karola Hagemann, Henrike Heiland, Thomas Kastura, Regine Kölpin, Ralf Kramp, Tatjana Kruse, Susanne Mischke, Christian Oehlschläger, Egbert Osterwald, Cosima Bella Quirini, Jobst Schlennstedt, Manfred C. Schmidt, Ilka Sokolowski, Ilka Stitz und Helge Thielking haben in Bastrup, Steinhude, Winsen/Luhe, Hannover, Springe, Uelzen, Celle, Echte, Göttingen, Seesen, an der Okertalsperre, auf der A7, in Hameln, Auetal, Lüneburg, Fallingbostel, Wendland, Wolfenbüttel, Bad Pyrmont, Schneverdingen/Wilseder Berg, Wolfsburg, Damme und Goslar ihr blutiges Handwerk verrichtet.
Über den Autor
Cornelia Kuhnert, Jahrgang 1956, hat in Hannover studiert und viele Jahre in Burgdorf als Lehrerin gearbeitet. Mittlerweile wohnt sie in Isernhagen. Seit 2005 veröffentlicht sie Kriminalgeschichten.Richard Birkefeld, geboren 1951, und Göran Hachmeister, geboren 1959, sind Historiker mit dem Schwerpunkt Kultur- und Sozialgeschichte im frühen 20. Jahrhundert. Sie publizierten eine Reihe wissenschaftlicher Aufsätze, Essays, Dokumentationen und Bücher zu stadtgeschichtlichen Problemfeldern. Beide leben und arbeiten in Hannover.Darin meine Story: Verwesen in Seesen über eine Abrechnung im Volksmusikermilieu.
